Die jüngste Finanzierungsrunde erlaubt es RobCo, eine neue Produktkategorie in der industriellen Robotik zu entwickeln, die für den Einsatz in unstrukturierten und dynamischen Produktionsumgebungen konzipiert ist
München, 16. April 2026 – RobCo erweitert seine Robotiklösungen auf Anwendungen, die bislang schwer zu automatisieren waren. Mit „Autonomous Alfie“ will das Unternehmen Einsatzfelder erschließen, in denen Prozesse, Objekte und Umgebungsbedingungen variieren und klassische Automatisierung bislang an ihre Grenzen stößt. Der strategische Ausbau folgt auf die jüngste Finanzierungsrunde über 100 Millionen US-Dollar, mit der RobCo die Umsetzung seiner Roadmap für physische KI beschleunigt und die Präsenz in den USA ausbaut. Auf der anstehenden Hannover Messe gibt RobCo mit einem frühen Prototyp einen ersten Einblick in das neue System.
Fokus auf Variabilität und Anpassungsfähigkeit
Obwohl industrielle Robotik schon einen großen Einfluss auf die Arbeit in stark standardisierten Umgebungen hat, wird ein großer Teil der Produktion weiterhin manuell von Menschen ausgeführt. Denn diese Aufgaben erfordern Anpassungsfähigkeit statt reiner Wiederholung – etwas, das klassische Robotik bislang nur unzureichend leisten konnte. Mit Autonomous Alfie geht RobCo einen weiteren Schritt in Richtung Level-4-Autonomie, bei der Roboter Aufgaben erlernen, anpassen und ausführen, während Menschen nur minimal eingreifen.
Damit erschließt RobCo eine neue Kategorie in der industriellen Robotik, die darauf ausgelegt ist, maximal variabel zu sein. Von der Präzisionsmontage über sensibles Material-Handling bis hin zu intralogistischen Prozessen wie Kommissionierung, Zusammenstellung von Bauteilen und Palettieren ist das neue System für Anwendungen konzipiert, bei denen Flexibilität und Qualität entscheidend sind.
„In der industriellen Praxis zählt nicht, was in einer Demo spektakulär aussieht, sondern was unter realen Bedingungen zuverlässig funktioniert“, sagt Lorenzo Pautasso, Director Product bei RobCo. „Die eigentliche Herausforderung besteht darin, mit wechselnden Bedingungen und Varianten sicher umzugehen – und das nicht vereinzelt, sondern tausendfach im laufenden Betrieb. Genau dafür ist Alfie ausgelegt.“
Autonomous Alfie kombiniert Doppelarme mit einer eng verzahnten Hard- und Softwarearchitektur für die Wahrnehmung und Ausführung. Das System ist für den Einsatz in dynamischen industriellen Umgebungen ausgelegt und soll sich an neue Objekte, Abläufe und Bedingungen anpassen können – bei deutlich geringerem Programmieraufwand als klassische Automatisierungslösungen.
Ausbau der Roadmap für Physical AI
„Automatisierung war lange vor allem dort erfolgreich, wo Abläufe klar strukturiert und vorhersehbar sind“, sagt Roman Hölzl, CEO von RobCo. „Mit Alfie erweitern wir industrielle Robotik um eine neue Klasse von Systemen, die mit wechselnden Anforderungen im industriellen Maßstab umgehen können. So lassen sich künftig auch Anwendungen automatisieren, bei denen das bislang kaum möglich war.“
Autonomous Alfie befindet sich derzeit in der finalen Entwicklung. Erste Einsätze in echten Produktionsumgebungen sind noch für dieses Jahr geplant. Das System wird über das Robotics-as-a-Service-Modell (RaaS) von RobCo angeboten und soll Unternehmen den Einstieg in diese neue Generation industrieller Automatisierung ohne hohe Anfangsinvestitionen erleichtern.
RobCo gibt auf der Hannover Messe (Halle 26, Stand E35) Einblicke in aktuelle Entwicklungen in der autonomen industriellen Robotik.